Urlaub auf Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer und dreimal so groß wie die Nachtbarinsel Korsika.

Zusammen mit einigen vorgelagerten Inseln bildet Sardinien die gleichnamige autonome Region Italiens. Die Hauptstadt der Insel ist Cagliari.

Cagliari - Sardegna - Italien © flickr/wiseguy71

Sardinien ist eine der ältesten noch erhaltenen Kulturen des Mittelmeeres und auf der Insel leben gleichzeitig auch die meisten 100-Jährigen. Es sind über 300. So ist es wohl auch kaum verwunderlich, dass der größte Teil der Bevölkerung noch einen Dialekt der Sardischen Sprache spricht.  Allerdings dominiert im öffentlichen Leben das Italienische.

Bekannt ist Sardinien auch vor allem durch die Küstenabschnitte mit klangvollen Namen wie  Costa Smeralda, Costa Rei, Costa Verde, Costa Paradiso oder Costa del Sud.
Aber neben den bekannten Küsten gibt es auch einige historische Ziele auf Sardinien, die wirklich lohnenswert sind.

Die Stadt Alghero in der Provinz Sassari hat Baudenkmäler, die für eine mittelalterliche Stadt typisch sind. Sie hat eine der schönsten Altstädte auf der Insel und ist mit dem Hafen eines der touristischen Zentren. Besucher können die zahlreichen Kirchen, Piazzi, Türme und Museen genau so besuchen wie das Aquarium. Hier gibt es auch die meisten Hotels.

Eine der wichtigsten Nekropolen im Mittelmeerraum ist Anghelu Ruju etwa 10 Kilometer nördlich von Alghero. Die Nekropole wurde 1903 entdeckt und ausgegraben. Sie ist deshalb so wichtig, weil sie bei ihrer Entdeckung noch nicht ausgeraubt worden war. Die Kammern kann man vorwiegend über Schächte und Treppen erreichen.

Die vermutlich älteste Stadt Sardiniens ist die Stadt Nora, eine Gründung der Phönizier. Von den Vandalen besetzt und im frühen Mittelalter wegen der zahlreichen Piratenüberfälle aufgegeben ist sie heute eine Ruinenstadt aber deswegen nicht weniger interessant.

Sardinien © flickr/Steffi_Franco

Auch sehr alt aber wesentlich besser erhalten sind die zahlreichen romanischen Kirchen im pisanischen oder provenzalischen Stil und die byzantinischen Kirchen.

Wer sich aber weniger für architektonische Sehenswürdigkeiten interessiert und eher in der Natur zu Hause ist, für den ist sicher einer der vielen Naturparks interessant. Es gibt 4 Nationalparks und 26 Regionalparks auf Sardinien. Vom berühmten Capo d’Orso an der Nordküste hat man einen Blick bis nach Korsika. Das Bärenkap ähnelt auch in seiner Form einem Bären.
Etwa 900 Meter des Höhlensystems Bue Marino sind für Besucher zugänglich. Die Topfsteinhöhlen sind nur mit dem Boot erreichbar.

Aber auch kulinarisch hat Sardinien so einiges zu bieten. Neben frischem Fisch und frischen Meeresfrüchten gibt es den Schafskäse Pecorino, verschiedene traditionelle Brotsorten, gegrilltes Spanferkel, die Culurgionis, eine Nudelspezialität, Malloreddus, sardische Gnocchi, und in Olivenöl gebackene Käsetaschen, die mit Honig gefüllt sind und Sebadas heißen.  Neben verschidenen Weiß- und Rotweinen gibt es auch Ichnusa, ein typisch sardisches Bier und einen Likör aus Myrtenbeeren.

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