Edinburgh

Edinburgh ist die Hauptstadt und nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands, gelegen im Südosten des Landes am Firth of Forth.

Schon seit der Bronzezeit haben in der Gegend Menschen gesiedelt.

Diese wunderschöne und verzaubernde Stadt Edinburgh ist auch eine wunderbar grüne Stadt mit vielen Grünflachen, die zum Entspannen und Picknicken einladen.

Edinburgh Castle © flickr/http2007

Neben der Altstadt, dem Old Town und der Neustadt, dem New Town, aus georgianischer Zeit kann man in Edinburgh auch moderne Architektur und wunderbare Einkaufsmöglichkeiten finden.

Der älteste Teil des Edinburgh Castle ist die St. Margarets Kapelle aus dem 12. Jahrhundert. Um 1510 wurden die Große Halle von James IV und im späten 16. Jahrhundert die Half Moon Battery vom Regenten Morton gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam dann noch das National War Memorial dazu. Diese alte Festung oben auf dem erloschenen Vulkan ist das Herz der schottischen Hauptstadt.

Im Castle sind die „Honours“, die schottischen Kronjuwelen, der Stone of Scone auf dem die schottischen Könige gekrönt wurden, die One O’Clock Gun, die jeden Mittag um 13 Uhr abgefeuert wird, und der kleine Raum in dem Mary Queen of Scots James den VI. von Schottland und I. von England geboren hat. Und auch das Nationale Kriegs Museum (National War Museum) Schottlands befindet sich in der Burg. Führungen gibt es in verschiedenen Sprachen und im Crown Jewel Shop können Besucher speziell designten Schmuck kaufen.

Ganz abgesehen davon ist von hier oben natürlich der Blick über Edinburgh grandios.

Andere Aussichtspunkte Edinburghs sind der Calton Hill mit der unvollendeten Akropolis und dem Nelson Monument, Arthur’s Seat, Corstorphine Hill, die Braid Hills und Blackford Hill. Letztere erlauben auch einen wunderschönen Blick über den Firth of Forth.

Die Royal Mile führt vom Schloss direkt zum Holyrood Palast und kleinere Straßen führen in einem Fischgrätenmuster hügelab von ihr weg. Weil es in der Stadt nicht besonders viel Platz gab, wurden die Gebäude von Anfang an sehr hoch gebaut und die Gassen sind entsprechend eng und auch steil.

Old Town © flickr/kevgibbo

Der Palast Holyroodhouse ist die offizielle Residenz der Queen in Schottland und war 1128 ursprünglich als Kloster erbaut. Er war auch für einige Zeit die Residenz von Mary Queen of Scots. Die königlichen Räume und die neue Queen’s Gallery mit wechselnden Ausstellungen der königlichen Sammlung sind für Besucher während der Abwesenheit der Queen geöffnet.

Im mittelalterlichen Old Town liegt die St. Giles Kathedrale. Eine Kirche wurde an der Stelle zum ersten Mal 854 erwähnt. Und die Kathedrale gilt als Mutterkirche der Presbyterianer.
Es heißt dass vier massive Säulen aus dem Jahre 1124 stammen, aber da das Gebäude in dem großen Feuer 1385 zerstört und danach wieder aufgebaut wurde, gibt es dafür keinen Beweis. Schon wegen ihre enormen Größe ist sie eine beliebte Touristenattraktion, ganz besonders während des jährlich stattfindenden Edinburgh Festivals, das vorwiegend auf der Royal Mile stattfindet.

Die St. Mary’s Kathedrale wurde im Jahre 1878 zur Kathedrale erhoben. Sie ist eines der großartigsten neogotischen Gebäude auf der Welt und ihre drei Türme bilden eine starke Einheit, die die Skyline von Edinburghs West End dominieren.

Zwischen 1861 und 1888 wurde das von Captain Francis Fowke entworfene Royal Museum von Schottland erbaut. Fowke war auch derjenige, der die Royal Albert Hall in London entworfen hat.
In dem Museum sind Artefakte aus der ganzen Welt und aus vielen Interessensgebieten wie Geologie, Archäologie, Naturgeschichte, Wissenschaft und Kunst zu sehen. Selbst das berühmte Klonschaf Dolly ist hier ausgestopft zu sehen. Der Flügel des Museums, in dem das Skelett eines Wals zu sehen ist, ist leider noch bis 2011 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

1766 hat der 22-jährige James Craig den Designwettbewerb zum Bau des New Town gewonnen. Es war nötig geworden mehr Platz zum Leben zu haben, da die Menschen im Old Town schon zu dicht aufeinander lebten. Eine der Hauptstraßen des New Town ist die Princes Street, die eine der Haupteinkaufsstraßen Edinburghs ist. Hier haben nur wenige der georgianischen Gebäude überlebt. Charlotte Square am westlichen Ende der George Street wurde von Robert Adam entworfen und es heißt, er ist einer der schönsten georgianischen Plätze auf der Welt.

Edinburgh © flickr/robbie_shade

St. Andrew’s and St. George’s West Church ist eine von zwei eleganten Kirchen, die nach den Plänen von James Craig gebaut wurden. Es finden täglich Gottesdienste statt und auch viele Konzerte. Während des Edinburgh Fringe gibt es bis zu vier Konzerte täglich.

Auch einen Besuch wert ist die Scottish National Portrait Gallery, denn sie bietet einen einzigartigen visuellen Einblick in die Geschichte Schottlands.

Und wenn Sie nach all den Besichtigungen etwas Ruhe haben möchten, sollten Sie dem Royal Botanic Garden einen Besuch abstatten. Hier können Sie an einem sonnigen Nachmittag einfach entspannen oder etwas über Bäume, Farne und andere Pflanzen aus der ganzen Welt lernen.

Und auch die Umgebung von Edinburgh ist wunderschön und eignet sich gut für Spaziergänge und Wanderungen.

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